Güde Messer
die Messer
Solingen Germany
Tafelmesser Tafelmesser

Tafelmesser

Auch wenn im alten Rom schon vor über 2.000 Jahren Messer bei Tisch verwendet wurden: Echte Tafelmesser kamen erst am Übergang vom Spätmittelalter zur Neuzeit also zwischen 1500 und 1600 n. Chr. auf. Das Tafelmesser ist als Teil des Essbestecks damit auch historisch das wichtigste Symbol für Tischkultur. Tafelmesser sind die Messer für Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

Als Menümesser hat das Tafelmesser hauptsächlich zwei Aufgaben: Es sorgt für mundgerechte Portionen und dient dazu, die Portion auf die Gabel zu schieben.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Güde Messer sind immer extrem scharf! Ausnahme: Das Tafelmesser.

Das Tafelmesser wird als Besteckmesser zum Mittagessen und zum Dinner ebenso eingesetzt wie als Frühstücksmesser. Natürlich wird das Tafelmesser auch als Schmiermesser verwendet, da man mit der länglich abgerundeten und stabilen Klinge gut Brotaufstriche aller Art und Konsistenz gleichmäßig auftragen kann.

Die Schneide des Tafelmessers beim Besteck auflegen

Beim Eindecken des Tisches wird die Schneide des Besteckmessers immer zum Teller hin ausgerichtet. Die Schneide darf nicht nach Außen zeigen. Dies ist eine kulturelle Übertragung, die seit circa 450 Jahren Bestand hat. Messer waren zuerst Waffen und danach erst Tischbesteck. Man saß nun also mit „Waffen“ in Gesellschaft zu Tisch. Die Schneide und die Spitzen waren Symbole und Fakten für Bedrohung. Daher wurden Tafelmesser abgerundet und die Schneiden weniger scharf geschliffen. Außerdem muss die Schneide beim Auflegen des Bestecks nach Innen zeigen. Auch wenn Sie nach dem Essen das Tafelmesser ablegen, zeigt die Schneide in Ihre Richtung und nie in Richtung anderer Gäste.

Tafelmesser Klingen

Die wichtigste Besonderheit von Tafelmesser-Klingen ist die Tatsache, dass die Schneide über zwei Zonen verfügt. Im vorderen Bereich besitzt das Tafelmesser die gleiche Mikroverzahnung wie die Güde Steakmesser. Der hintere Bereich besitzt den normalen scharf geschliffenen V-Schliff. Dazu kommt die vollständig abgerundete Spitze der Tafelmesser.

Die Klingen der handgeschmiedeten Güde Tafelmesser besitzen die ideale Klingenlänge von 12 cm. Diese Klingen aus dem besten Solinger Messerstahl werden von der Spitze bis zum Knauf einem Stück geschmiedet. Ausgestattet sind sie mit dem typischen Güde-Doppelkropf und liegen daher perfekt ausgewogen und mit einer spürbaren Qualität und Haptik in der Hand. Da die mittelalterliche Vorstellung, das Messer primär als Waffe zu betrachten (siehe Kastentext) überwunden ist, werden die geschmiedeten Güde-Tafelmesser im vorderen Abschnitt mit einem Wellenschliff versehen. So ist dieses Tafelmesser universeller einsetzbar und kann zum Beispiel auch ein festeres Stück Fleisch gut schneiden.

Die Klingen sind extrem stabil und der Klingenstahl zudem eisgehärtet. Aber nicht nur die Klingen werden in traditionell meisterlicher Handwerkskunst in Solingen gefertigt. In der Güde Manufaktur werden seit über 110 Jahren alle Messer vollständig in Handarbeit gefertigt. Man spürt dies sofort, wenn man ein Güde Messer in der Hand hält. Bis zu 60-mal wird ein Güde Messer während der Messerherstellung in die Hand genommen. Selbstverständlich sind die Klingen der Tafelmesser säurebeständig, rostfrei und geschmacksneutral.